Unsere Geschichte
Seit 1850
Vom Handstrich zum Tunnelofen.
Vom Beginn als Handstrichziegelei über Enteignung und VEB-Zeit bis zur Reprivatisierung: Unsere Geschichte ist geprägt von Wandel, Zusammenhalt und mutigen Neuanfängen. Heute führen wir diese Tradition mit moderner Technik und einem klaren Blick nach vorn weiter.
- Gründung und Mechanisierung
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Fritz Teichmüller gründet eine Handstrichziegelei – die Wurzel des heutigen Werks.
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Übernahme durch Carl Clüsener, der den Betrieb mechanisiert.
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Die Ziegelei wird über den Ersten Weltkrieg stillgelegt.
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Bruno Döring (Jahrgang 1850) kauft den Betrieb. Es entsteht die „Dampfziegelei und Dachziegelfabrik Bruno Döring“ – das erste Werk, das sich mit der Herstellung von Falzziegeln befasst, und Inhaberin des entsprechenden Reichspatents.
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Bruno Döring führt die Geschicke der Ziegelei bis in die 30er Jahre selbst. Danach führen Sohn und Schwiegersohn als Firma Döring und Griebsch weiter.
Ziegelwerk um 1930 -
Paul Döring findet seinen Schwager ab und betreibt das Werk mit seiner Mauerziegelproduktion allein.
- Krieg und Neuanfang
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Von mindestens zwanzig Ziegeleien in und um Nordhausen (Ende 19. Jahrhundert) sind nur noch vier aktiv – alle mit je zwei Ringöfen für Mauer- und Dachziegel.
Die vier letzten Nordhäuser Ziegeleien vor 1939
Werk Lage Ende Nordhäuser Ziegelwerke Rudolf Schulze & Co. Am Holungsbügel 1965 als Ziegelwerk aufgegeben, Porenanhydrit bis 1990 Ziegelwerk A. Kahlenberg & Co. An der Harzausfahrtstraße 1981 aufgegeben Dampfziegelei Ludwig, Robert Förstemann nördlich der Leimbacher Straße durch Bomben zerstört Ziegelwerk Paul Döring Stolberger Straße produziert bis heute (Sourell GmbH) -
Kriegsbedingter Stillstand durch Mangel an Arbeitskräften.
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Neubeginn der Produktion unter großen materiellen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Schwerpunkt Dachziegel – Mauerziegel stehen aus der Enttrümmerung reichlich zur Verfügung.
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Überschuldung gegenüber der Stadtsparkasse führt zur Zahlungsunfähigkeit. Fortführung nur durch Verpachtung und Verkauf der wesentlichen Maschinen an den Stiefsohn Bernhard Sourell – der Einstieg der Familie Sourell.
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Aufgabe der Dachziegelherstellung auf staatlichen Druck gegenüber dem „privatkapitalistischen Betrieb“. Gleichzeitig Aufstieg zur produktionsstärksten und produktivsten Werksanlage Nordthüringens; durch den Bau einer künstlichen Trocknung wird das Werk Ganzjahresbetrieb. Christa Sourell unterstützt ab diesem Jahr den Betrieb durch alle politischen und wirtschaftlichen Wandlungen.
- Enteignung und DDR
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Erzwungene Bildung des „Betriebes mit staatlicher Beteiligung“ Paul Döring KG Ziegelwerk Nordhausen; Bernhard Sourell bleibt Komplementär.
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Nach dem erzwungenen „Ausscheiden des privaten Gesellschafters“ Übergang in Volkseigentum. Im „VEB Ziegelwerk Nordhausen“ führt Bernhard Sourell als Betriebsleiter weiter.
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Zuordnung zum VEB Ziegelkombinat Erfurt: „VEB (B) Ziegelkombinat Erfurt, Mauerziegelwerk Nordhausen“.
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Als Betriebsabteilung 35 in den Betriebsteil Teistungen des VEB Thüringer Ziegelwerke Erfurt, Kombinat Bau- und Grobkeramik Halle. Bernhard Sourell leitet die Betriebsabteilung 30-Nordhausen mit den Werken 31 Parkallee, 32 Anhydritwerk und 35 Mauerziegelwerk – die beiden letzten bis 30. April 1990.
- Reprivatisierung und Neuaufbau
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Die „schon nicht mehr für möglich gehaltene“ Reprivatisierung. Seither in vierter Generation in Familienhand: Ziegelwerk Nordhausen Dipl.-Ing. Sourell GmbH. Einer der wenigen Industriebetriebe der Stadt, dem die Umstellung auf marktwirtschaftliche Tätigkeit gelingt.
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Nach langen Verhandlungen Eintrag ins Grundbuch – erst dreieinhalb Jahre nach Gründung wird planbare Entwicklung möglich. Entscheidung für den schrittweisen Gesamtaufbau eines neuen Ziegelwerks nach dem Stand der Technik.
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Neue Trockenanlage geht in Betrieb.
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Inbetriebnahme des gasbefeuerten Tunnelofens.
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Schleifanlage für Fertigerzeugnisse – die Voraussetzung für die Planziegel-Fertigung.
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Neue Aufbereitungsanlage in Betrieb.
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Werksverkauf an Marco Prange.
Werksverkauf an Marco Prange, 30.12.2025 -
Rekultivierung des Bergwerksfelds Nordhausen–Brommelsberg: 3,5 Hektar Aufforstung, 3 Hektar Flächennaturdenkmal, Verfüllung mit unbelastetem Erdaushub und Bauschutt.